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Moor muss nass! Zum Schutztag der Feuchtgebiete

»Moor muss nass!« Das ist unsere zentralen Botschaften des diesjährigen Welttags der Feuchtgebiete am 2.2.2016.

Viele Moore in Deutschland und weltweit sind durch Gräben entwässert. Am heutigen Welttag der Feuchtgebiete soll auf die Bedeutung von Mooren, Sümpfen, Marschlanden und anderen wasserreichen Böden weltweit aufmerksam gemacht werden. Der Welttag wurde durch die Ramsar-Vereinbarung bereits 1971 im Iran beschlossen. Somit handelt sich um eines der ältesten internationalen Abkommen zum Umweltschutz. Den Schutztag der Feuchtgebiete nutzen wir, um auf die Gefährdung und den Nutzen von Mooren aufmerksam zu machen. In Deutschland gibt es kaum noch natürliche Moore und auch weltweit ist dieser Natur-Schatz bedroht. Unsere kleine Auflistung zeigen Ihenen wie auch Sie weltweit zum Moorschutz beitragen können!

Der Nutzen von Mooren

Intakte Moore haben viele positive Effekte für Mensch und Umwelt:
•    Moore sind Lebensräume für eine faszinierende, spezialisierte, und bedrohte Tier- und Pflanzenwelt (Biodiversitätsschutz)
•    Moore sind ein wichtiger Kohlenstoff-Speicher (Torf) sowie aktive CO2-Senke
•    Moore stabilisieren den Wasserhaushalt, d.h. sie speichern und filtern das Wasser (Hochwasserschutz und Wasserqualität)
•    Moore haben eine kühlende Wirkung auf lokales und regionales Klima
•    Moor sind ein Erholungs- und Erlebnisraum

Die Gefährdung von Moorlandschaften

Ca. 4-5% Landfläche in Deutschland sind Moore. Von diesen sind ca. 99% durch Entwässerung im ökologischen Gleichgewicht gestört. Unter trockenen Bedingungen zersetzen sich die abgestorbenen und im Torf konservierten Pflanzen und der in ihnen gespeicherte Kohlenstoff reagiert mit Sauerstoff zu CO2. In Deutschland wurden ca. 65% für landwirtschaftliche, 5% für forstwirschaftliche Zwecke und 5% zu Torfgewinnung dräniert. Daher sind Moore nach dem Energiesektor die zweitgrößten Emissionsquelle in Deutschland! Weltweit gesehen schrumpfen die intakten Moorflächen ebenfalls. Gründe sind insbesondere die Palmölproduktion für welche Ur-Moorwälder gerodet und trocken gelegt werden.

Aktiv werden und Moore schützen!

Jeder kann aktiv handeln, um Moore in Deutschland sowie weltweit zu schützen:

  1. Torffrei gärtnern: Keine Blumenerde aus Torfsubstrat verwenden! Als Ersatz bietet sich toffreie Blumenerde oder der eigene Kompost an. Ein geeigneter Torfersatz ist Kokosfaser. Doch Vorsicht vor angeblich »torfreduzierten« bzw. »torfarmen« Produkten. Diese besitzen meist immer noch einen Torfanteil von 60-80%. Der Torf stammt meist aus dem Baltikum, wo großflächig Moor abgetorft werden.
  2. Verzichten Sie auf sogennaten »Agrar«Kraftstoffe (wie »Bio«Diesel) bspw. Plamenöl aus Indonesien! Fahren Sie lieber mit dem Fahrrad, dem ÖPNV oder einem Stromer! Unser Emissionsrechner zeigt die als LUC-Emissionen bezeichneten Emissionen gesondert auf. Jetzt ausprobieren auf www.emissionsrechner.de!
  3. Achten Sie beim Einkauf auf palmölfreie Produkte! Auch in vielen Lebensmitteln (wie Schokolade, Tütensuppen, Magarine), Putzmitteln und Hygiene-Artikeln (wie Sonnencreme,  Zahnpasta, Geschirrspülmittel) wird Palmöl verwendet und schädigt indirekt Moore weltweit.
  4. Spenden Sie aktiv für die Renaturierung von Mooren! (bspw. an die Greensurance Stiftung)
  5. Sehen Sie sich Dokumentation »Magie der Moore« an! Und staunen Sie über die faszinierende Welt der Moore. Ab 25. März endlich auch auf DVD!

 

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