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Klimagerechtigkeit

In der Nacht zeigt sich ein interessantes, aber bizarres Bild aus dem All. Europa und andere  Gegenden erstrahlen im Licht der Industrialisierung: Straßenbeleuchtungen, hell erleuchtete Einkaufszentren und Flugplätze. Nachts aus dem All zeigt sich, was tagsüber auf der Erde, in den Städten und auf den Straßen Alltag ist.

Während die westliche Welt riesige Mengen an Emissionen durch konventionelle Lebensstile produziert, kennen andere Regionen nur den Mangel. Und gerade in den dunklen Regionen der Weltkarte, dort wo Menschen mit einem geringen CO2-Fußabdruck leben, sind die Auswirkungen der Klimaerwärmung besonders spürbar. Ist das gerecht?

Jeder Deutscher ist jährlich für 9,22 Tonnen CO2-Emissionen verantwortlich. Der europäische Durchschnitt liegt bei 6,67 Tonnen CO2. Die asiatische Bevölkerung produziert dagegen nur 1,59 Tonnen CO2 je Einwohner; ein Afrikaner sogar nur 0,95 Tonnen. Den geringsten CO2-Ausstoß mit 0,04 Tonnen haben die Bewohner der demokratischen Republik Kongo.

Der globale CO2-Fußabdruck liegt bei durchschnittlich 4,51 Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr. Nachhaltig sind jedoch nur  maximal 2,5 Tonnen CO2-Emissionen pro Erdbewohner.

Die Greensurance Stiftung fördert durch eigene Projekte direkt in Deutschland die Klimagerechtigkeit. Mit Klimaschutzprojekten der Stiftung wird jedem Bundesbürger die Reduzierung seines persönlichen CO2-Fußabdrucks unter 2,5 Tonnen ermöglicht.

Klimagerechtigkeit: Zu »Schuld und Haftung«

In Deutschland ist gesetzlich geregelt, welcher rechtliche Anspruch bei einem direkten Schaden besteht. Im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) ist festgelegt: Wird ein absolutes Recht, wie das Recht auf Leben, Körper, Gesundheit, Freiheit oder Eigentum einer Person verletzt, so muss derjenige, sprich der Verursacher dafür gerade stehen. Der Geschädigte kann Schadenersatz fordern.   

Das Problem ist jedoch: Wird nicht eine Person direkt geschädigt, sondern »Jedermann«, also die Allgemeinheit, bzw. eine Person indirekt, wird kein absolutes Recht verletzt. Es liegt gesetzlich kein Schuldverhältnis vor. Somit gibt es weder einen direkten noch einen indirekten Haftungsanspruch.

Die Greensurance Stiftung befasst sich mit dieser indirekten Schuld und der daraus resultierenden Haftung. Wird Jedermann geschädigt ist dem Verursacher die Schuld meistens nicht klar!

Beispiele dafür sind:

  • Auto fahren: Emissionen schädigen das Klima
  • Jeans für 9,99 Euro: Produzent beutet Mitarbeiter aus
  • Thunfischpizza: Artensterben in den Weltmeeren
  • Paprika & Tomaten: Wüstenbildung in Spanien

Die Geschädigten können den Verursacher nicht zur Haftung ziehen, da es sich dabei oft um ein und dieselben Personen handelt. Trotzdem ist der Schaden real - denn das Klima und die Umwelt leiden bereits unter unseren Handlungen. Der Schaden ist indirekt, zeitlich sowie örtlich versetzt. Die Schuld für das Artensterben, die Wüstenbildung oder die Schädigung des Klimas ist einem Verursacher nicht klar zuzuordnen – sondern nur Jedermann.

Genau das ist das Dilemma beim Klimaschutz. Jedermann fühlt sich nicht verantwortlich. Vermeintliche Wirtschaftszwänge oder der Lebensstil stehen der Verantwortung für den Klimaschutz entgegen. Es fehlt an Wissen, Bewusstsein und Weitsicht. Genau hier setzt die Stiftung an, um Bewusstsein für Klimagerechtigkeit zu schaffen.

Ein Zitat von Marcus Reichenberg verdeutlicht:
»Das Gewissen belastet nur die wahrgenommene Schuld!«

Um die Wahrnehmung der sozialen und ökologischen Verantwortung zu stärken, vermittelt die Greensurance Stiftung im Bereich der Nachhaltigkeitsbildung, insbesondere zum Thema Klimaschutz. Der greensFAIR® Emissionsrechner leistet dazu einen Beitrag, indem der CO2-Rechner klimaschädliche und klimafreundliche Handlungen aufzeigt.