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Schlagwort: Moorschutz

Trotz Hitze und Trockenheit: Warum unser Moorsee noch Wasser führt

Ein Moorsee, der auch in einem heißen und trockenen Sommer noch Wasser führt – Zufall oder Ergebnis erfolgreicher Moorrenaturierung?

Der Sommer zeigt sich von seiner trockenen Seite: hohe Temperaturen, wenig Niederschlag und vielerorts sinkende Wasserstände. Auch unsere Moorflächen sind diesen Wetterbedingungen ausgesetzt. Umso spannender ist der Blick auf die Weilheimer Moorseen der Greensurance Stiftung: Trotz Hitze und ausbleibendem Regen führt unser Moorsee weiterhin Wasser.

Was auf den ersten Blick unscheinbar wirkt, erzählt bei genauerem Hinsehen eine wichtige Geschichte über Moorrenaturierung, Wasserrückhalt und natürlichen Klimaschutz.

🎥 Im Video nehmen wir euch mit an den Moorsee und zeigen, wie sich die Renaturierung vor Ort bemerkbar macht.

Zum YouTube-Video: Unser Moorsee trotzt der Hitze

Wasser im Moor – gerade wenn es trocken wird

Moore sind natürliche Wasserspeicher. Wo Moore intakt sind, kann Wasser über lange Zeit im Ökosystem gehalten werden. Genau diese Funktion ist durch jahrhundertelange Entwässerung vielerorts verloren gegangen.

Auch die Moorflächen der Greensurance Stiftung wurden in der Vergangenheit durch menschliche Eingriffe verändert. Ziel der Renaturierung ist deshalb, den natürlichen Wasserhaushalt Schritt für Schritt wiederherzustellen.

Bei der Moorrenaturierung geht es nicht einfach darum, möglichst viel Wasser auf einer Fläche anzustauen. Entscheidend ist vielmehr ein stabiler und möglichst naturnaher Wasserhaushalt. Dafür werden beispielsweise Entwässerungsgräben verschlossen, Wasserstände reguliert und Gehölze entfernt, die dem Moor zusätzlich Wasser entziehen können. (Greensurance Stiftung)

Der Teichmönch: Wasserstand gezielt regulieren

Eine wichtige Maßnahme an den Weilheimer Moorseen war die Installation eines sogenannten Teichmönchs.

Ein Teichmönch ist eine Vorrichtung zur Regulierung des Wasserstands. An unserem Moorsee wurde er im Winter 2023/2024 im Ablauf installiert. Sein Ziel: den Wasserstand zu stabilisieren und damit bessere Bedingungen für die weitere Entwicklung des renaturierten Moorlebensraums zu schaffen. (Greensurance Stiftung)

Das ist insbesondere deshalb wichtig, weil natürliche Dynamiken und menschliche Eingriffe miteinander in Einklang gebracht werden müssen. An einem unserer Moorseen sorgt beispielsweise auch ein Biber für zusätzliche Veränderungen des Wasserstands. Der Teichmönch hilft dabei, den Wasserstand unabhängig von wechselnden Biberdämmen stabiler zu halten. (Greensurance Stiftung)

Die Renaturierung ist damit kein einmaliger Eingriff. Sie ist ein Prozess, der beobachtet, kontrolliert und immer wieder angepasst werden muss.

Was bringt Moorrenaturierung?

Die positiven Auswirkungen einer erfolgreichen Moorrenaturierung gehen weit über den Wasserstand eines einzelnen Sees hinaus.

💧 Wasserrückhalt

Ein stabiler Wasserhaushalt ist die Grundlage für ein funktionierendes Moor. Wiedervernässte Flächen können dazu beitragen, Wasser länger in der Landschaft zu halten und Trockenperioden besser abzufedern. Genau deshalb sind Moore auch für die Klimaanpassung interessant. (Greensurance Stiftung)

🌱 Mehr Lebensraum für moortypische Arten

Viele spezialisierte Pflanzen und Tiere sind auf dauerhaft feuchte Lebensräume angewiesen. Werden Moore entwässert, verschwinden diese Bedingungen – und damit häufig auch die daran angepassten Arten.

Durch die Wiedervernässung können sich nach und nach wieder moortypische Pflanzen und Lebensgemeinschaften etablieren. Die Wasserstandsstabilisierung schafft dafür wichtige Voraussetzungen. (Greensurance Stiftung)

🦋 Mehr Biodiversität

Moore gehören zu den besonders wertvollen Lebensräumen für die biologische Vielfalt. Die Weilheimer Moorseen bieten bereits heute zahlreichen Arten einen Lebensraum. So wird dort beispielsweise regelmäßig ein Eisvogel beobachtet; auch Biber haben sich angesiedelt. (Greensurance Stiftung)

Renaturierung bedeutet deshalb immer auch: Lebensräume erhalten, entwickeln und miteinander vernetzen.

🌍 Klimaschutz

Und schließlich haben Moore eine herausragende Bedeutung für den Klimaschutz. In intakten Mooren wird Kohlenstoff über lange Zeiträume im Torf gespeichert. Werden Moore jedoch entwässert, wird der Torf dem Sauerstoff ausgesetzt und kann sich zersetzen – dabei werden Treibhausgase freigesetzt.

Die Wiedervernässung ist deshalb ein zentraler Baustein des natürlichen Klimaschutzes. Die Greensurance Stiftung versteht Moorschutz entsprechend als Klimaschutz vor Ort. (Greensurance Stiftung)

Ein kleiner See mit großer Wirkung

Die Weilheimer Moorseen sind zwei ökologisch wertvolle Flächen, die die Greensurance Stiftung im Jahr 2022 erwerben konnte. Zusammen umfassen sie 4,3 und 1,5 Hektar. Sie sind Lebensraum für seltene Arten und Bestandteil der Moor- und Klimaschutzarbeit der Stiftung. (Greensurance Stiftung)

Was wir heute am Wasserstand beobachten können, ist dabei nur ein kleiner Ausschnitt einer langfristigen Entwicklung.

Renaturierung braucht Zeit.

Ein Moor lässt sich nicht von heute auf morgen wiederherstellen. Wasserstände müssen sich stabilisieren, Pflanzen müssen sich neu etablieren und Lebensgemeinschaften entwickeln sich über Jahre und Jahrzehnte. Gleichzeitig müssen die Maßnahmen regelmäßig überprüft und an die Entwicklung vor Ort angepasst werden.

Umso wichtiger sind sichtbare Veränderungen wie diese: Wenn der Moorsee auch nach Hitze und Trockenheit noch Wasser führt, zeigt sich, dass Maßnahmen zum Wasserrückhalt Wirkung entfalten können.

Klimaschutz zum Anfassen

Genau das ist für uns der besondere Wert unserer Moorprojekte: Klimaschutz bleibt nicht abstrakt.

Man kann ihn sehen.

Man kann ihn besuchen.

Und man kann beobachten, wie sich eine Landschaft durch gezielte Maßnahmen Schritt für Schritt verändert.

Die Greensurance Stiftung setzt sich deshalb für die Renaturierung von Mooren in Deutschland ein – insbesondere in Oberbayern. Die Projekte verbinden Klimaschutz, Klimaanpassung, Wasserrückhalt und Biodiversität direkt vor Ort. (Greensurance Stiftung)

Unterstützen Sie den Moorschutz

Sie möchten selbst dazu beitragen, Moore zu schützen und zu renaturieren?

Mit einer Moorpatenschaft unterstützen Sie die Arbeit der Greensurance Stiftung und leisten einen konkreten Beitrag zum Klima- und Naturschutz. Die Moorprojekte befinden sich in Deutschland und können von MoorPatinnen und MoorPaten besucht werden. (Greensurance Stiftung)

Mehr über Moorpatenschaften erfahren

Denn manchmal beginnt Klimaschutz ganz einfach dort, wo Wasser bleibt.

Video: Unser Moorsee trotz Hitze und Trockenheit

In unserem aktuellen Video zeigen wir den Moorsee direkt vor Ort und geben Einblicke in die Entwicklung der Fläche, die Moorrenaturierung und die Bedeutung des Wasserstands.

Jetzt das Video auf YouTube ansehen

Moor schützen. Wasser halten. Klima bewahren.

#Moorrenaturierung #Moorschutz #Moorsee #Wasserrückhalt #Klimaschutz #Klimaanpassung #Biodiversität #Teichmönch #GreensuranceStiftung #Naturschutz

insureNXT 2026: Innovation trifft Nachhaltigkeit – und wir sind mittendrin

Am 20. und 21. Mai 2026 wird Köln erneut zum Hotspot der Versicherungsbranche: Die insureNXT 2026 bringt Entscheider:innen, Start-ups, Technologieanbieter und Vordenker zusammen, um die Zukunft der Versicherung neu zu denken.

Die Veranstaltung ist eine der führenden Plattformen für Innovation in der Branche – mit Expo, Konferenzprogramm und zahlreichen Networking-Formaten. Im Mittelpunkt stehen Themen wie digitale Transformation, Künstliche Intelligenz und kundenzentrierte Geschäftsmodelle.

Greensurance Stiftung vor Ort am Guidewire-Stand

Auch wir sind dieses Jahr Teil der insureNXT: Die Greensurance Stiftung ist am Stand von Guidewire Software vertreten.

Das passt perfekt, denn gerade in der Versicherungswirtschaft gewinnt das Thema Nachhaltigkeit zunehmend an Bedeutung. Versicherer stehen vor der Herausforderung, Klimarisiken zu bewerten, Schäden zu minimieren und aktiv zur Transformation beizutragen – genau hier setzen wir an.

Kommt gerne bei uns auf einen Kaffee vorbei! Wir freuen uns auf den Austausch, neue Perspektiven und spannende Gespräche.

Moorrenaturierung: Klimaschutz mit enormem Potenzial

Ein zentrales Thema, das wir mitbringen: Die Moorrenaturierung.

Intakte Moore sind wahre Klimaschützer – sie speichern enorme Mengen CO₂. Werden sie jedoch entwässert, kehrt sich dieser Effekt um, und sie werden zu Emissionsquellen. Die Wiedervernässung von Mooren ist daher eine der effektivsten Maßnahmen im natürlichen Klimaschutz.

Gerade für Versicherungen ist das relevant:

  • Prävention statt Schadensregulierung
  • Naturbasierte Lösungen gegen Extremwetterfolgen
  • Nachhaltige Investments mit messbarem Impact

Wenn ihr wissen wollt, wie sich diese Themen konkret mit Versicherungsmodellen verbinden lassen – sprecht uns an!

Das Moorschutz-Rad: Nachhaltigkeit erlebbar machen

Moorschutz-Rad
Moorschutz-Rad

Ein besonderes Highlight Highlight am Guidewire-Stand F-020: das Moorschutz-Rad.

Hier wird Klimaschutz greifbar und verständlich – auf interaktive Weise zeigen wir, wie Moore funktionieren, warum sie so wichtig sind und welchen Beitrag jede:r leisten kann.

Perfekt für alle, die nicht nur zuhören, sondern Nachhaltigkeit aktiv erleben möchten.

 

Warum sich ein Besuch lohnt

Die insureNXT ist mehr als nur eine Messe: Sie ist ein Ort, an dem neue Ideen entstehen und Partnerschaften wachsen. Über 3.500 Teilnehmende, rund 150 Aussteller und ein hochkarätiges Bühnenprogramm zeigen, wie dynamisch sich die Versicherungswelt aktuell entwickelt.

Ob neue Technologien, innovative Geschäftsmodelle oder konkrete Lösungen für aktuelle Herausforderungen – hier bekommt man einen echten Einblick in die Zukunft der Branche.

Lasst uns ins Gespräch kommen

Die insureNXT lebt vom Austausch – und genau darauf freuen wir uns.

Ob ihr euch für nachhaltige Versicherungsmodelle interessiert, mehr über Moorrenaturierung erfahren möchtet oder einfach neugierig seid, was wir als Greensurance Stiftung machen:

Kommt vorbei, lernt uns kennen und lasst uns gemeinsam über die Zukunft sprechen.

Wir sehen uns in Köln!

Die Greensurance Stiftung als Aussteller auf der DKM 2025

Am 28. und 29. Oktober 2025 findet die DKM – Leitmesse der Finanz- und Versicherungswirtschaft – in Dortmund statt. Wir sind als Greensurance Stiftung in diesem Jahr zum zweiten Mal mit einem eigenen Stand vertreten und möchten dabei sowohl unsere Arbeit als auch aktuelle Entwicklungen an der Schnittstelle von Nachhaltigkeit und Versicherungswesen vorstellen.

Unser Standort ist in Halle 3 an Stand G22 zu finden!

Über uns: Nachhaltigkeit fachlich fundiert gestalten

Die Greensurance Stiftung ist eine gemeinnützige Organisation, die sich zum Ziel gesetzt hat, den Umwelt- und Klimaschutz sowie die nachhaltige Entwicklung in Deutschland zu fördern mit besonderem Fokus auf der Transformation der Versicherungsbranche.

Unsere Arbeit gliedert sich dabei in drei Schwerpunkte:

Sustainable Finance, Umsetzung regulatorischer Anforderungen

Wir unterstützen Versicherungsunternehmen bei der strukturierten Umsetzung der Anforderungen nach den CSRD und VSME-Standards. Unser Leistungsportfolio umfasst unter anderem:

  • Durchführung von Wesentlichkeitsanalysen
  • Identifikation von Handlungsfeldern und Zieldefinition
  • Datenerhebung und Emissionsbilanzierung (GHG)
  • Erstellung konsistenter, prüffähiger Nachhaltigkeitsberichte mithilfe unseres greensFAIR Emissionsrechners®

Green Insurance, wissenschaftliche Grundlagen für die Versicherungswirtschaft

Im Bereich Green Insurance bringen wir unsere Expertise in nationale, geförderte Forschungsprojekte ein und arbeiten an anwendungsorientierten Lösungen für eine nachhaltige Versicherungswirtschaft.

  • NATIVE: Nachhaltigkeitsrating von Versicherern entlang der Wertschöpfungskette (Projekt abgeschlossen)
  • CREATE: Entwicklung nachhaltiger Wohngebäudeversicherungen (Projekt abgeschlossen)
  • ASSESI: Etablierung eines Standards für nachhaltige Kompositversicherungsprodukte – ASSESI-Label (Projekt laufend)

Moorschutz, Investition in wirksamen Klimaschutz

Durch die Renaturierung von Moorflächen in Süddeutschland leisten wir einen direkten Beitrag zur CO₂-Speicherung. Die Wirkung ist mess- und nachvollziehbar. Unternehmen erhalten die Möglichkeit, über Klimafinanzierungsmodelle gezielt in nachhaltige Klimaschutzprojekte zu investieren. Die Moorflächen können im Rahmen von Social Days besucht werden!

Sehen Sie sich auch unsere Moorprojekte unter Moorprojekte & Klimaschutz – Greensurance Stiftung an!

Zusätzliche Leistungen

  • Fachliche Beratung für Privat- und Geschäftskund:innen
  • Workshops und Schulungen für Mitarbeitende aus der Versicherungswirtschaft
  • Beiträge zur Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) im unternehmerischen Kontext

Einladung zur DKM: Kostenfreier Messebesuch für Vermittler:innen – wir laden Sie ein!

Als offizieller Aussteller übernehmen wir die Eintrittskosten für Vermittler:innen oder Mitarbeitende von Vermittlern, die unsere Gäste sind (Wert: 95 €). Über folgenden Link erhalten Sie Ihre kostenfreie Eintrittskarte: Kostenloses Messeticket sichern

Nutzen Sie die Gelegenheit zum fachlichen Austausch, zur Einordnung aktueller regulatorischer Entwicklungen und zur Diskussion über konkrete Lösungsansätze für eine nachhaltige Transformation in der Branche. Sehen Sie sich zudem unseren Online-Auftritt auf der 365-Grad-Plattform an!

Greensurance Stiftung
28.–29. Oktober 2025
DKM Dortmund | Halle 3 | Stand G22

Wir freuen uns auf den (fachlichen) Dialog mit Ihnen.

SocialDay mit dem Geographiekurs der 12. Klasse des Gymnasiums Weilheim

Am 25. Juli 2025 hatten wir tatkräftige Hilfe beim Moorschutz. Der Geographiekurs der zwölften Klasse des Gymnasiums Weilheim beteiligte sich gemeinsam mit uns im Rahmen des SocialDays an unseren Aktivitäten an Moorseen. Zu Beginn konnten wir den engagierten Schüler:innen einige spannende Einblicke in den Klimawandel, die Bedeutung der Moore sowie die Möglichkeiten zur Renaturierung geben. Anschließend konnten alle Beteiligten vor Ort selbst mit anpacken und aktiv werden.

Einblicke in die Thematik

Wie in großen Teilen Deutschlands breitet sich auch an unseren Moorseen das Indische Springkraut (Impatiens glandulifera) zunehmend aus. Dieser Neophyt gehört seit 2017 in Europa zu den gelisteten invasiven Arten. Die bis zu 2,5 m hohe Pflanze stellt ein Problem dar, da sie sich rasant vermehrt und dabei heimische Pflanzenarten verdrängt, was die Artenvielfalt gefährdet. Zudem kann es nach dem Absterben der Pflanze im Winter an Ufern von Flüssen und Seen zu erhöhter Erosion kommen, da große vegetationsfreie Flächen zurückbleiben.

Daher ist es wichtig, das Indische Springkraut möglichst vollständig zu entfernen, bevor es zur Samenbildung kommt und sich weiter ausbreiten kann. Dabei packten die Schüler:innen tatkräftig mit an. Gemeinsam konnten wir große Mengen der Pflanze ausreißen. Um ein erneutes Austreiben im Folgejahr zu verhindern, sollte idealerweise auch die Wurzel mit entfernt werden. Durch ihren Einsatz leistete die Schulklasse einen wertvollen Beitrag zum Schutz der Moore rund um Weilheim.

Das Indische Springkraut (Impatiens glandulifera)
Bei der Arbeit
Nach getaner Arbeit

Schatzfund im Moor

Heute melden wir uns mit einem kleinem, etwas anderem Beitrag. Bei unseren Renaturierungsarbeiten in einer unserer Moorflächen sind wir über einen kleinen Moorschatz, zumindest für alteingesessene Weilheimer, gestolpert. Dabei handelt es sich um gut erhaltene Bierflaschen der bereits 1986 geschlossenen Weilheimer Brauerei Bräuwastl.

Flaschen nach Fund

 

Brauerei Bräuwastl, historisch (ansichtskarten-center.de)

Die Bräuwastl Brauerei, gegründet 1685 von der Familie Hipper, war über Jahrhunderte ein fester Bestandteil des Weilheimer Stadtlebens. Ihr Bier, einst in der Fischergasse gebraut, war weit über die Stadtgrenzen hinaus beliebt. Nach mehr als 300 Jahren Brautradition schloss die Brauerei 1986 endgültig ihre Pforten – das Bier wird heute nach dem selben Rezept unter Produktionsleitung des Finkbeiner GmbH & Co.KG Getränkevertriebs in Langenau gebraut. Umso faszinierender ist es, originale, unbeschädigte Glasflaschen aus dieser Ära zu finden.

Ein wahrer Schatz, der die Geschichte Weilheims auf ganz besondere Weise wieder lebendig macht. Eine Frage aber bleibt: Wer hat diesen Moorschatz zurückgelassen? Torfstecher, Wanderer oder jemand komplett anderes? Das lässt sich leider nicht mehr sicher herausfinden.

Gereinigte Flaschen der Brauerei Bräuwastl

Neophytenentfernung im Ameisen-Moor: Riesen-Bärenklau

 

Riesen-Bärenklau (Heracleum mantegazzianum)

Ende Juni gab es im Ameisen-Moor einen besonderen Arbeitseinsatz: An einer bestimmten Stelle musste der Riesen-Bärenklau (Heracleum mantegazzianum) entfernt werden. Diese imposante Pflanze kann in Deutschland Höhen von 2 bis 3,5 Metern erreichen und wirkt auf den ersten Blick durchaus beeindruckend. Allerdings ist sie aus ökologischer Sicht äußerst problematisch. Der Riesen-Bärenklau gehört zu den invasiven Neophyten, stammt ursprünglich aus dem Kaukasus und hat sich inzwischen in Deutschland sowie in vielen weiteren Regionen Europas stark ausgebreitet.

Warum muss die Pflanze entfernt werden?

Die Bekämpfung des Riesen-Bärenklaus ist aus mehreren Gründen von hoher Bedeutung. Einerseits stellt er ein ernstzunehmendes Gesundheitsrisiko für Menschen dar: Sein Pflanzensaft enthält phototoxische Inhaltsstoffe, die bei Hautkontakt in Verbindung mit Sonneneinstrahlung schwere Verbrennungen, Blasenbildung und langanhaltende Hautschäden hervorrufen können. Besonders gefährdet sind Kinder und empfindliche Personen, da schon ein kurzer Kontakt mit der Pflanze schmerzhafte Reaktionen auslösen kann. Beim Entfernen der Pflanze ist daher das Tragen vollständiger Schutzkleidung, einschließlich Gesichtsschutz, dringend angeraten.

Zusätzlich wirkt sich der Riesen-Bärenklau auch negativ auf die Umwelt aus. Er wächst außergewöhnlich schnell und bildet dichte Bestände, die einheimische Pflanzenarten verdrängen und damit die Artenvielfalt deutlich verringern. Stirbt die Pflanze ab, bleibt der Boden häufig unbewachsen, wodurch das Risiko von Bodenerosion merklich steigt.

 

Der Moorbagger
Zerschnittene Wurzelknolle

Wie kann die Pflanze entfernt werden?

Aus diesen Gründen war ein rasches Eingreifen erforderlich, um eine weitere Ausbreitung des Riesen-Bärenklaus zu verhindern. Um den direkten Kontakt mit der giftigen Pflanze zu vermeiden, kam für die Entfernung ein Moorbagger zum Einsatz. Neben dem Abschneiden der Blütendolden, die zahlreiche Samen enthalten, ist es entscheidend, auch die im Boden liegenden Wurzelknollen zu beseitigen. Bleibt die Knolle im Erdreich, treibt die Pflanze im Folgejahr erneut aus – selbst wenn der oberirdische Teil zuvor abgeschnitten oder gemäht wurde. Die wirkungsvollste Bekämpfungsmethode besteht daher darin, die Wurzelknolle vollständig auszugraben oder mindestens 10 bis 15 Zentimeter unterhalb des Vegetationspunkts sauber abzutrennen. Genau aus diesem Grund wurde an der betroffenen Stelle der Boden abgetragen, um die Knollen zuverlässig zu zerstören.

Da die Samen des Riesen-Bärenklaus über viele Jahre hinweg im Boden keimfähig bleiben, sind mehrjährige Nachkontrollen erforderlich, um neu aufkommende Pflanzen rechtzeitig zu entfernen.

Renaturierung im Ameisen-Moor: Wasserpegel setzen für die Zukunft des Moores

Analog zu unseren Renaturierungsarbeiten im Brandfilz konnten wir Anfang Juni auch im Ameisen-Moor insgesamt fünf Wasserpegel (Materialkosten von circa 4.000 €) aufbauen. Dieser Schritt ist zunächst wichtig, um den Ist-Stand und die Fluktuation der Grundwasserstände observieren zu können. Dies wiederum hilft dabei weitere Renaturierungsmaßnahmen zu planen und den Effekt dieser Anstauungsmaßnahmen zu quantifizieren. Die Pegelsetzung verlief dabei analog zu der Pegelsetzung im Brandfilz ab. Dieser Artikel baut auf dem dazugehörigen Blogbeitrag auf, in dem die Methodik näher beschrieben ist.

Edelmannbohrer

Der Edelmannbohrer

Um die Pegel zu setzen, müssen als erstes Löcher gebohrt werden. Dafür wird zunächst mit dem handbetriebenen Edelmannbohrer vorgebohrt. Der Edelmannbohrer ist ein klassisches Werkzeug für die Bodenuntersuchung und eignet sich besonders gut für weiche, feuchte Böden wie Moore. Durch seine spezielle Form kann der Bohrer Bodenproben entnehmen, ohne das Bodenprofil stark zu beschädigen. Allerdings ist das Instrument nicht optimal geeignet, um die Schichtung des Bodens zu erkennen.

 

Moorklappsonde

Moorklappsonde zeigt den Übergang Torf (links) zu Seeton (rechts)

Deshalb wird anschließend mit der ebenfalls handbetriebenen Moorklappsonde nachgebohrt. Die Moorklappsonde ist speziell für den Einsatz in Mooren entwickelt worden. Sie ermöglicht es, Bodenproben aus größeren Tiefen zu entnehmen und das Bodenprofil zu analysieren. Die Sonde kann dabei geöffnet werden, um das Bodenmaterial aufzunehmen, und anschließend wieder verschlossen werden, um die Probe an die Oberfläche zu bringen. So lassen sich die verschiedenen Schichten des Moores genau dokumentieren, was für die Festlegung der Pegeltiefe entscheidend ist, da es wichtig ist, die gesamte Torfschicht zu durchdringen, um den Grundwasserstand zuverlässig messen zu können.

 

Filtermaterialien

Filtersand (unten) und Quellton (oben)

In die entstehenden Löcher werden dann die Filterrohre unter Zusatz der drei verschiedenen Filtermaterialen Filterkies, Filtersand und Quellton (in dieser Reihenfolge) eingeführt. Filterkies sorgt für eine grobe Vorfilterung von Sedimenten und Schwebstoffen und verhindert, dass diese größere Partikel in das Filterrohr gelangen. Filtersand dient als feinere Filterschicht und hält kleinere Sedimente zurück. Außerdem wird so ein gleichmäßiger Grundwasserzufluss in das Filterrohr gewährleistet. Wie der Name schon sagt quillt der Quellton bei Kontakt mit Wasser auf und verschließt das Bohrloch zuverlässig. Dadurch wird ein ungewollter Wasseraustausch zwischen Oberfläche und Messstelle verhindert, was die Genauigkeit der Grundwassermessung erhöht.

Projekt »Brutzone Eisvogel« – VR-Bank Förderung »Hoamatliebe«

Der Eisvogel – eine wunderschöne und heimische Vogelart. Bei unseren Renaturierungs- arbeiten im ehemaligen Torfstich am Rande von Weilheim entdeckten wir den seltenen Vogel erstmals, welchen wir hier seitdem regelmäßig beobachten können. Daraus haben wir schlussgefolgert, dass der Vogel sich womöglich bereits natürliche Nistplätze eingerichtet hat.

Da wir, die Mitarbeiter: innen der Greensurance ® Stiftung Für Mensch und Umwelt gGmbH, uns nicht nur für den Klimaschutz, sondern auch besonders für die Förderung der Biodiversität einsetzen, entstand der Gedanke, etwas zum Erhalt des Eisvogelbestandes beitragen zu wollen.

Einen initialen Start können wir nun dank der Unterstützung der VR-Bank Werdenfels und allen, die für unser Projekt abgestimmt haben, umsetzen!

 

Was ist die Initiative »Hoamatliebe«?

Das Projekt „Hoamatliebe“ ist eine Spendeninitiative der VR-Bank Werdenfels eG, die seit mehreren Jahren lokale Organisationen, Projekte und Vereine unterstützt (Startseite – VR-Werdenfels Hoamatliebe).

Im Zuge der Förderaktion können Bewerber:innen für die Förderung ihres Projekts einen Antrag einreichen.

Im Anschluss sind alle Mitglieder:innen und Kund:innen der VR-Bank Werdenfels eG bis zu Ablauf einer Frist dazu aufgerufen, für ein Projekt ihrer Wahl abzustimmen. Nach Auszählung der Stimmen werden die Sieger gekürt und die Fördergelder anteilig berechnet.

Im Jahr 2024 wurden im Zuge der Spendeninitiative 140.841€ an Fördergeldern an die eingegangenen Projekte ausgezahlt. Wir sind der Meinung, dass das eine großartige Unterstützung für unsere »Hoamat« ist!

Mit diesen Spenden wurde dieses Jahr unter anderem der Erhalt der Eissporthalle in Peißenberg (auf Platz eins), die Restaurierung der Einsatzzentrale der Wasserwacht in Grainau und auch unser Projekt »Brutzone Eisvogel« gefördert.

 

Unser Projekt »Brutzone Eisvogel – Artenschutz zum Ansehen«

Das Projekt »Brutzone Eisvogel« zielt darauf ab, einen nachhaltigen Beitrag zum Erhalt des bedrohten Eisvogels auf Weilheimer Flur zu leisten.

Quelle: www.vogelfutteronline.de

Wir möchten dem streng geschützten Vogel sichere Ruhe- und Brutzonen schaffen und so langfristig zum Schutz dieser besonderen Vogelart beitragen.

Die Brutzonen sind notwendig, da der Eisvogel durch die stetige Begradigung und Bebauung von Flüssen sowie durch Wasserverschmutzung natürliche Nistplätze und Futterfischbestände verliert. Durch die Installation speziell angefertigter Brutröhren als sicherer Nistmöglichkeiten in Bereichen der Moorseen möchten wir die natürlichen Brutbedingungen des Eisvogels nachahmen und somit dazu beitragen, dessen Fortbestand zu sichern.

Die Moorseen bieten mit ihrem reichen Bestand an kleinen Fischen und ihrer abgelegenen Lage einen idealen Rückzugsraum, der durch die starke Uferverbauung an der Ammer verloren gegangen ist. Neben der praktischen Schutzarbeit ist uns jedoch auch die Sensibilisierung der (insbesondere regionalen) Bevölkerung ein Anliegen.

So planen wir über eine Landingpage einen Blog zu starten, in welchem wir den Fortschritt des Projekts und Informationen rund um das Leben und die Schutzmaßnahmen des Eisvogels dokumentieren und regelmäßig aktualisieren.

 

Unser Ergebnis

Und anscheinend konnten wir mit unserem Projekt viele interessierte Menschen erreichen, denen der Schutz des Eisvogels genauso am Herzen liegt. Im Zuge der Förderaktion belegten wir den ersten Platz in der Kategorie »Umwelt« und erhielten eine Förderung von 500€ für das Projekt »Brutzone Eisvogel – Artenschutz zum Ansehen«.


Die Spendenverleihung

Die Spendenverleihung fand am 12. Februar 2025 in der VR-Bank Filiale in Uffing am Staffelsee stattgefunden. In diesem Zuge wurden alle Projekte gewürdigt, wobei die Erstplatzierten (eins bis drei) ihre Projekte in wenigen Sätzen persönlich vorstellen konnten.

Nach einem Gruppenfoto sowie kurzen Interviews mit den Gewinner:innen des ersten Platzes wurde die kurzweilige Veranstaltung mit Gesprächen bei Häppchen und Getränken fortgeführt.

Renaturierung im Brandfilz: Wasserpegel setzen für die Zukunft des Moores

Die Renaturierungsarbeiten im Brandfilz bei Raubling schreiten voran. Ein wichtiger Meilenstein wurde kürzlich mit der Installation von Wasserpegeln erreicht, die eine präzise Messung der Wasserstände im Boden ermöglichen. Dies ist besonders wichtig, um später Vergleiche mit den Wasserständen nach den Anstauungsmaßnahmen ziehen zu können.

Warum Wasserpegel?

Wasserpegel
Wasserpegel

Die neu installierten Pegel sind hochmoderne Messgeräte, die alle 12 Stunden den Wasserstand erfassen und speichern. Diese kontinuierliche Datenerhebung über ein ganzes Jahr hinweg ist von entscheidender Bedeutung, um ein vollständiges Bild der saisonalen Schwankungen zu erhalten. Diese Informationen sind unerlässlich, bevor weitere Maßnahmen wie Grabenschließungen oder andere wasseranstauende Eingriffe vorgenommen werden. Die Standorte der Wasserpegel wurden dabei nach der 5-Pegelmethode des Peatland Science Centres (PSC) bestimmt. Diese Methode stellt sicher, dass die Messstandorte präzise und repräsentativ für die hydrologischen Bedingungen des Moors sind.

Was ist die 5-Pegelmethode?

Die 5-Pegelmethode des PSC basiert auf einem systematischen Ansatz zur Standortauswahl für Pegel. Ziel ist es, die hydrologischen Bedingungen des Moors möglichst umfassend zu erfassen. Dazu werden fünf strategisch platzierte Pegelstandorte definiert, die folgende Kriterien berücksichtigen:

  1. Zentrale Moorbereiche: Ein Pegel wird in der Mitte des Moorkörpers installiert, um den Wasserstand im Kernbereich zu messen.
  2. Randbereiche: Zwei Pegel werden an den Rändern des Moors platziert, um Übergänge zwischen Moor und benachbarten Landschaftstypen zu erfassen.
  3. Entwässerungsgräben: Einer der Pegel wird in der Nähe eines bestehenden Grabens installiert, um den Einfluss der Entwässerung auf den Wasserstand zu überwachen.
  4. Vegetationstypen: Der letzte Pegel wird in einem Bereich mit charakteristischer Vegetation platziert, um die Wechselwirkungen zwischen Wasserstand und Pflanzenwachstum zu untersuchen.
  5. Höhenunterschiede: Die Standorte berücksichtigen zudem unterschiedliche Höhenlagen innerhalb des Moorkörpers, um hydrologische Gradienten abzubilden.

Diese Methode ermöglicht eine umfassende Analyse der hydrologischen Dynamik und liefert wichtige Daten für die Planung weiterer Maßnahmen.

Technische Details der Pegelinstallation

Die Wasserpegel bestehen aus Filterrohren, deren Spitzen bis in den Mineralboden reichen. Um die optimale Platzierung zu gewährleisten, wurden vorab Torfbohrungen durchgeführt, um die Tiefe der Torfschicht zu bestimmen. Der Mineralboden fungiert als natürlicher Aquidukt, der das Wasser trägt und verhindert, dass es durchsickert.

Die Verankerung der Filterspitze im Mineralboden ermöglicht eine Messung des Wasserstands in der gesamten Torfschicht. Zur Stabilisierung und zum Schutz vor Oberflächenwasser und organischen Schwemmstoffen wird das Filterrohr mit Filterkies und Quellton im Boden fixiert.

Filterrohr Filterkies Quellton

Filterrohr, Filterkies und Quellton

Datenerfassung und -speicherung

Data-Logger
Data-Logger

Bevor der Data-Logger installiert wird, erfolgt eine erste Messung des Wasserspiegels mit einem Lichtlot. Die Länge des Kabels für den Data-Logger wird individuell angepasst, basierend auf den Ergebnissen des vorangegangenen moorökologischen Gutachtens zur Torfmächtigkeit.

Der Data-Logger wird mit den genauen Standortkoordinaten programmiert, um eine präzise Zuordnung der Messdaten zu gewährleisten. Zum Schutz der empfindlichen Messgeräte wird abschließend eine Verschlusskappe auf den Pegel gesetzt.

Kalibrierung
Kalibrierung

Bedeutung für die Moorrenaturierung

Diese sorgfältige Vorbereitung und Durchführung der Pegelmessungen ist ein entscheidender Schritt in der Renaturierung des Brandfilzes. Die gewonnenen Daten werden es den Experten ermöglichen, fundierte Entscheidungen über zukünftige Maßnahmen zu treffen und deren Wirksamkeit zu überprüfen.

Die Renaturierung des Brandfilzes ist Teil eines größeren Projekts zur Wiederherstellung der Moore in der Region Raubling. Intakte Moore spielen eine wichtige Rolle im Klimaschutz, da sie große Mengen CO2 speichern können. Zudem bieten sie Lebensraum für seltene Arten wie Sonnentau und Bläulinge und tragen zum Hochwasserschutz bei, indem sie Wasser wie ein Schwamm aufnehmen und zeitverzögert wieder abgeben.

Mit der Setzung der Wasserpegel im Brandfilz macht Raubling einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Moorschutz und nachhaltige Landschaftsgestaltung. Die Ergebnisse dieser Messungen werden nicht nur für dieses spezifische Projekt, sondern auch für zukünftige Renaturierungsvorhaben in der Region von großem Wert sein.

Ein aktiver Start ins neue Jahr: Arbeiten im Raublinger Moor

Das neue Jahr begann für die Greensurance-Stiftung mit tatkräftigem Einsatz im Raublinger Moor. Auf dem Plan stand der Abtransport der im Herbst gesammelten Fichtenzweige – oder „Dachsen“, wie sie in Bayern genannt werden. Diese hatten sich während der Social Days im Oktober zu großen Häufen aufgetürmt und mussten nun aus dem Wald geschafft werden.

Besonders wichtig war dabei der richtige Zeitpunkt: Ein gefrorener Boden verhindert, dass durch schwere Fahrzeuge eine schädliche Bodenverdichtung entsteht. Unterstützung erhielt die Stiftung von einem lokalen Land- und Forstwirt, dessen Rückewagen die Aufgabe übernahm.

Da das Fahrzeug jedoch aufgrund der vorliegenden Vegetation nicht tief genug in den Wald gelangen konnte, wurden die Zweige von Hand näher an die zugänglichen Wege verlagert, bevor sie abtransportiert werden konnten.

Das Abtransportieren der Fichtenzweige verringert das Risiko, dass sich Borkenkäfer ausbreiten. Die Käfer legen ihre Larven bevorzugt in frischen Zweigen ab – werden diese jedoch rechtzeitig entfernt, wird die Ausbreitung eingedämmt.

Außerdem wird der Boden wieder ausreichend mit Sauerstoff versorgt und erhält genügend Licht, um das Wachstum der wichtigen Torfmoose zu fördern. Diese breiten sich zunehmend sichtbar im Moor aus und tragen wesentlich zur ökologischen Regeneration bei.

Von Fichtenzweigen zu wertvollen Hackschnitzeln

Nach dem Abtransport werden die Fichtenzweige zunächst auf einem großen Haufen auf dem Grundstück des Landwirts gesammelt. Im Frühjahr werden sie dann zu einer speziellen Anlage transportiert, wo sie zu Hackschnitzeln verarbeitet werden. Diese dienen anschließend der umweltfreundlichen Wärme- und Stromgewinnung. Durch den maschinellen Zerkleinerungsprozess erreichen die Hackschnitzel eine durchschnittliche Größe von etwa 30 mm.

Hackschnitzel dienen als nachhaltige Biobrennstoffe und werden in Hackschnitzelheizungen für Ein- und Mehrfamilienhäuser, kommunale und gewerbliche Heizwerke sowie in Biomasse- Heizkraftwerken eingesetzt. Sie liefern auf umweltfreundliche Weise Heizwärme oder Strom.

Gemeinsam für Natur und Nachhaltigkeit

Die Arbeiten im Raublinger Moor zeigen, wie durchdachte Maßnahmen und lokale Zusammenarbeit einen positiven Beitrag zum Naturschutz leisten können. Dank der Unterstützung des Land- und Forstwirts des Maschinenring Rosenheims wurde ein weiteres Projekt erfolgreich umgesetzt – ein echter Gewinn für die Natur und die nachhaltige Energiegewinnung.