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greensFAIR® KlimaUhr

Anschauliche Darstellung des Klimawandels und der Dringlichkeit des Handelns
Die greensFAIR® KlimaUhr ist ein Instrument, das die verbleibende Zeit bis zum Überschreiten der kritischen 2-Grad-Celsius-Grenze anschaulich darstellt.

Unter dem Motto „TIME 2 ACT!“„Es ist Zeit zu handeln!“ – visualisiert die KlimaUhr, wie viel Zeit der Menschheit noch bleibt, um die globale Erderwärmung im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter auf maximal 2 Grad Celsius zu begrenzen. Derzeit liegt die durchschnittliche weltweite Temperaturerhöhung bei etwa 1 Grad Celsius (IPCC, 2021).. Wenn keine weiteren Maßnahmen ergriffen werden, könnte die Temperatur bis zum Ende des Jahrhunderts jedoch um bis zu 6 Grad steigen, was katastrophale Auswirkungen auf das Klima und die Lebensgrundlagen künftiger Generationen hätte (IPCC, 2023).

KlimaUhr FAQ

Das Ziel der greensFAIR® KlimaUhr:

Aufklärung und Motivation zum Handeln

Die Hauptaufgabe der greensFAIR® KlimaUhr ist es, das abstrakte Ziel, die Erderwärmung auf unter 2 Grad zu begrenzen, für die breite Öffentlichkeit greifbar und verständlich zu machen. Indem sie aufzeigt, wie viel Zeit und CO2 noch zur Verfügung stehen, trägt sie aktiv zur Umweltbildung bei und steigert das Bewusstsein für die Dringlichkeit, jetzt zu handeln. Das visuelle Format der KlimaUhr regt dazu an, Klimaschutz als eine konkrete, sofort umsetzbare Aufgabe zu begreifen.

Berechnungsgrundlage:

Solide wissenschaftliche Daten

Die greensFAIR® KlimaUhr basiert auf wissenschaftlichen Berechnungen, die vom Weltklimarat (IPCC) und der Internationalen Energieagentur (IEA) erstellt wurden. Der IPCC hat das sogenannte CO2-Budget für die Erde berechnet, das beschreibt, wie viel Kohlendioxid (CO2) noch in die Atmosphäre abgegeben werden kann, bevor die Erde sich um mehr als 2 Grad Celsius im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter erwärmt. Laut dem IPCC-Bericht von 2021 verbleiben uns für eine 50-prozentige Wahrscheinlichkeit, das 1,5-Grad-Ziel zu erreichen, noch etwa 400 Gigatonnen CO2. Wenn wir das 2-Grad-Ziel anstreben, können weltweit maximal noch etwa 1.150 Gigatonnen CO2 emittiert werden, bevor diese Grenze überschritten wird (IPCC, 2021).
Die IEA liefert zudem wichtige Daten zu den Emissionen einzelner Länder. Diese werden genutzt, um zu berechnen, wie viel CO2 pro Person emittiert wird und welche Maßnahmen in verschiedenen Ländern ergriffen werden müssen, um die Temperaturerhöhung auf unter 2 Grad zu begrenzen. So ermöglicht die greensFAIR® KlimaUhr eine genaue und aktuelle Darstellung der verbleibenden Zeit, die uns bleibt, um die Klimaziele zu erreichen.
Die greensFAIR® KlimaUhr wurde von Prof. Stefan Emeis, einem anerkannten Experten für Meteorologie und Vorsitzenden des Nachhaltigkeitsrats der Greensurance Stiftung, entwickelt. Die wissenschaftlichen Berechnungen und die zugrunde liegende Methodik basieren auf aktuellen Klimawissenschaften und zielen darauf ab, die Öffentlichkeit für das Thema Klimawandel zu sensibilisieren und zum Handeln zu bewegen.

Warum sprechen wir von der „2-Grad-Grenze“ und nicht vom „2-Grad-Ziel“?

In den Medien wird häufig vom „2-Grad-Ziel“ gesprochen. Doch in der wissenschaftlichen Diskussion ist die Rede von einer „2-Grad-Grenze“. Warum ist das wichtig? Ein Ziel ist etwas, das aktiv angestrebt werden kann, doch im Falle der globalen Erwärmung sind die 2 Grad Celsius keineswegs ein wünschenswertes Ziel. Vielmehr handelt es sich um eine kritische Grenze, die nicht überschritten werden sollte, um katastrophale Klimafolgen zu vermeiden. Ein Temperaturanstieg von mehr als 2 Grad Celsius würde unaufhaltbare, gefährliche Veränderungen in den natürlichen Systemen der Erde auslösen – so genannte Kipppunkte, wie das Abschmelzen des grönländischen Eisschildes oder das Absterben von tropischen Regenwäldern.
Bereits 2010 wurde auf der 16. Klimakonferenz (COP 16) in Cancún die „2-Grad-Grenze“ als wissenschaftlich fundierte Obergrenze anerkannt. Diese Grenze stellt einen Punkt dar, ab dem für Mensch und Umwelt irreversible und untragbare Veränderungen zu erwarten sind. Auf der COP 21 im Jahr 2015 wurde das Ziel vereinbart, die Erderwärmung auf deutlich unter 2 Grad zu begrenzen – idealerweise auf 1,5 Grad (UNFCCC, 2015). Ein Klimawandel, der diese Grenze überschreitet, könnte weltweit zu katastrophalen Folgen führen: extreme Wetterereignisse, Anstieg des Meeresspiegels, Verlust der Biodiversität und massive Auswirkungen auf Landwirtschaft und Wasserressourcen.

Die Uhr tickt:

Zeit für Veränderung

Die greensFAIR® KlimaUhr ist mehr als nur ein Werkzeug zur Zeitmessung – sie ist ein Weckruf. Sie macht die Dringlichkeit des Handelns im Kampf gegen den Klimawandel unmittelbar spürbar. Die Uhr zeigt uns, dass wir nicht unendlich viel Zeit haben, sondern dass jede Entscheidung zählt, um den Klimawandel aufzuhalten. Nutzen Sie die greensFAIR® KlimaUhr als Instrument zur Bewusstseinsbildung und als Motivation, aktiv zu werden. Nur durch gemeinsamen Einsatz können wir die Erde für zukünftige Generationen bewahren.

Nutzungshinweis:

Ein Werkzeug für die Umweltbildung

Die greensFAIR® KlimaUhr kann von Bildungseinrichtungen, Umweltorganisationen und in öffentlichen Vorträgen genutzt werden, um das Thema Klimawandel anschaulich und verständlich zu vermitteln. Sie ist ein wertvolles Hilfsmittel im Rahmen von Lehrplänen und Umweltbildungsprogrammen. Eine kommerzielle Nutzung ist nicht gestattet, und es wird darum gebeten, auf die Greensurance Stiftung als Urheber hinzuweisen und einen Link zur offiziellen Website anzugeben.

Quellen:

  • IPCC, „Climate Change 2021: The Physical Science Basis“, 2021. IPCC Report
  • IPCC, „Climate Change 2023: Synthesis Report“, 2023. IPCC Synthesis Report
  • Internationale Energieagentur (IEA), „Global CO2 emissions in 2023“, 2023. IEA Report
  • UNFCCC, „Paris Agreement – COP 21“, 2015. UNFCCC