In der aktuellen Ausgabe 2/2026 der Fachzeitschrift Ökologisches Wirtschaften (oekom Verlag, 41. Jahrgang) ist ein Beitrag zu ASSESI erschienen. Unter dem Titel „Die Versicherungsbranche zwischen EmpCo, Greenwashing und Greenhushing“ ordnen Jessica Reichard (Projektmanagerin Sustainable Finance VfU und Mitglied im ASSESI-Projektbeirat) und unsere Kollegin Martina Gruß-Kilian für ein Fachpublikum ein, warum nachhaltige Versicherungsprodukte einen eigenen, überprüfbaren Standard brauchen und wie ASSESI diesen entwickelt.
Wir freuen uns, dass ASSESI mit diesem Beitrag Teil der fachlichen Debatte in Ökologisches Wirtschaften ist.
Wer Interesse an dem Voll-Artikel hat, kann sich gerne bei uns melden: info@assesi.eu oder als Abonnent der Zeitschrift über den folgenden Link darauf zugreifen: https://www.oekologisches-wirtschaften.de/index.php/oew/article/view/2173
Hier eine Übersicht aller weiteren Artikel der Ausgabe: https://www.oekologisches-wirtschaften.de/index.php/oew/issue/view/185
Wesentliche Inhalte des Beitrags
Ausgangspunkt ist die EmpCo-Richtlinie (EU) 2024/825, die ab September 2026 die Anforderungen an Nachhaltigkeitsaussagen deutlich verschärft: Umweltbezogene Werbung muss künftig wissenschaftlich fundiert, überprüfbar und transparent sein. Für Versicherungen ist das eine besondere Herausforderung, da Versicherungsprodukte immateriell und komplex sind und ihre Nachhaltigkeitsleistung erst aus dem Zusammenspiel von Leistungen, Schadenprozessen, Prävention, Kapitalanlage und Unternehmensführung ergibt. Zugleich fehlt bislang eine anerkannte, einheitliche Definition eines nachhaltigen Versicherungsprodukts. Dies kann sowohl Greenwashing als auch Greenhushing begünstigen.
Genau hier setzt ASSESI an, initiiert durch die Greensurance Stiftung und gefördert von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (AZ 39471/01). Der Beitrag stellt den zweigleisigen Ansatz des Projekts vor:
- Das ASSESI-Label als ein verbraucherschutzorientiertes Nachhaltigkeitssiegel orientiert an den Vorgaben für Typ-I-Umweltzeichen-Norm ISO 14024, mit KPI-gestützten Prüfkriterien und Bewertung durch unabhängige Dritte.
- Entwicklung einer DIN-Norm als ein überwiegend prinzipienorientierter, normativer Rahmen für die EmpCo-konforme Entwicklung und Vermarktung von Versicherungsprodukten.
Für die Versicherungswirtschaft entsteht damit ein kohärenter Handlungsrahmen, der Rechtssicherheit im Umgang mit EmpCo schafft und Nachhaltigkeit von einem schwer steuerbaren Kommunikationsrisiko zu einem prüfbaren Qualitätsmerkmal macht.
Verfasst wurde der Beitrag in der Ausgabe Ökologisches Wirtschaften von Jessica Reichard (links) und Martina Gruß-Kilian (rechts).

